• 1-slider-sonne.png
  • 2-orchide-slider.png
  • 3-header01.png
  • 4-boot-slider.png
  • 5-prinzessin-slider.png
  • 6-imagination05.png


Umgang mit Suchtverhalten

Ein Suchverhalten bezieht sich nicht immer auf ein Rauschmittel. Es ist nicht nur auf Drogen wie Alkohol, Nikotin bzw. das Rauchen oder THC oder andere Illegale Dro-gen bezogen. Das Suchtverhalten kann sich auf die verschiedensten Bereiche be-ziehen, wie zum Beispiel Medikamentensucht, Spielsucht, Esssucht, Ess-/Brechsucht, Magersucht, Medien- oder Internetsucht, Arbeitssucht, Kaufsucht, Sex-sucht oder auch eine Co-Abhängikeit.

Die Ursachen für ein Suchtverhalten sind abhängig von vielen Faktoren. Sie basieren auf der Lebensgeschichte jedes einzelnen, die geprägt ist von der Persönlichkeit und von den Erfahrungen, auch aus dem sozialen Umfeld dieser Person. Ausgehend von den Grundideen oder den Axiomen des NLP (Neuro-Linguistischen Programmieren), ist in jedem Problemverhalten auch ein Lösungsansatz zu finden. Es steht demnach am Anfang einer Sucht häufig der Versuch eine Lösung für ein Problem zu finden. 
Der zumeist kurzzeitige Erfolg für die Person löst im Gehirn eine Reaktion hervor, die Angenehm ist und vom Gehirn als ein Erfolgserlebnis gewertet und erinnert wird. Da-bei wird das dopamine System angeregt. Es wird ein Gefühl von Wohlbefinden oder von positiven Emotionen hervorgerufen. Da sich ein Erfolg einstellt, wird das Verhal-ten als Erfolgreich für die Lösung des Ausgangsproblems angesehen. Das ist ein natürlicher Prozess im Gehirn. Wird dieser Erfolg aufgrund einer Substanz herbei-geführt, die auch eine stoffgebundene Abhängigkeit bewirk, ist die Gefahr einer Stoffgebundenen Sucht groß. Je mehr Lösungsmöglichkeiten für das ursprüngliche Problem nun zur Verfügung stehen, desto weniger besteht aus psychischer Sicht die Gefahr einer Abhängigkeit, da nicht nur eine Möglichkeit der Lösung zur Verfügung steht. Die Person wird von der einen Handlungsstrategie, wie z.B. „ich bin erschöpft, also trinke ich Alkohol!“ nicht mehr abhängig sein, da es andere Handlungsstrategien gibt, damit ich erfolgreich mit dem Gefühl der Erschöpfung umgehen kann.

Was bei stoffunabhängigen Süchten das Gehirn durch das Erfolgsgefühl selbst er-zeugt, wird bei einigen stoffgebundenen Süchten durch die Droge bewirkt. Diese Drogen wirken auf das dopamine System ein um ein Glücksgefühl oder ein Flash zu erregen. Dieses Erfolgs- oder Glücksgefühl erneut zu empfinden, sorgt für den Wunsch, das als erfolgreich bewertete Verhalten, also das spätere Suchtmittel zu nutzen um sich gut zu fühlen, erneut durchzuführen. Es entsteht schnell ein Teufels-kreis, der zu einem Suchtverhalten führt. Bei stoffgebundenen Süchten kommt „der Wunsch nach mehr“ noch hinzu, da sich der Rauschzustand erst später einstellt. Das macht den Betroffenen zu einem Spielball seiner Sucht.

Der Ausgangspunkt einer konstruktivistischen, systemtherapeutischen Intervention sollte, nach den Axiomen des NLP, das Suchtverhalten als ursprünglichen Lösungs-versuch für ein Problem ansehen. Ein Blick welche anderen Lösungen es noch ge-geben hätte und auch heute noch gibt, kann neue Wege aufzeigen, die sowohl den grundlegenden Ausgangspunkt für die Sucht verändern, wie auch Lösungsmöglich-keiten aufzeigen, die zukünftig anstelle des Suchtverhaltens oder des Suchmittels treten sollen. So wird neben das Wissen, was nicht mehr sein soll, auch ein Wissen erarbeitet, was dafür da sein soll. Es soll also nicht nur z.B. das Rauchen weg, son-dern es soll anstelle des Rauchens ein anderes Verhalten stehen.

Joomla templates by a4joomla